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Dauergrau, nass und kalt. Zeitvertreib am Sonntag

In den Bergen fällt gerade ordentlich Schnee – leider liegt mein Zwinger aber gerade einmal 225 Meter hoch und außer hässlichen Regen kommt hier unten seit Tagen nichts davon an. Wenn ich meine Nase zum Himmel recke, passiert da auch nicht viel - helles Grau, dunkles Grau, Mischmasch-Grau. So langsam geht selbst mir das Wetter auf die Nerven.

Ich kann mich ja bekanntlich nur schwer von meinen Terrassen-Stammplatz trennen, von daher wird die Wasserfestigkeit meines Bernerfells erneut auf die Probe gestellt. Vati könnte seinem Riesenwelpen durchaus eine schöne Überdachung bauen…
Manchmal grummelt er heimlich vor sich hin, warum ich mich bei solchen Mistwetter nicht in meinen Luxus-Zwinger und somit ins Trockene lege – aber hier höre ich schon genau hin. Banause, schon aus Protest nicht.

Wahrhaftig kein Wetter für ausgedehnte Berner-Spaziergänge, also gibt es zumindest ein paar sonntägliche Beschäftigungsmaßnahmen.

Max, der Berner Sennenhund wird in der Mittagsruhe gestört.
Wer stört hier die königliche Vormittagsruhe?

Sitz, Platz, Bleib, auf die Decke, in die Hütte – ich kann es bald nicht mehr hören, dennoch sind meine Eltern hartnäckig. Nun gut, sollen sie ihre Freude und ich meine Ruhe haben. Da Mutti beim gestrigen Spaziergang das erste Mal "Beinchen heben" nicht gesehen hat, führe ich es ihr natürlich gern gleich noch einmal persönlich vor. Ihr Welpe ist mit 40 Kilo und über einen halben Meter nämlich schon ein richtig stämmiges Bürschen! Alle anderen Späße lasse ich tapfer über mich ergehen – irgendwann wird ihr hoffentlich kalt, sie verschwindet wieder im Haus und ich habe meine Ruhe.

Max, der Berner Sennehund wird im Zwinger trocken gelegt.
Nasser Hund riecht – und sieht komisch aus. Weher hier lacht einer.

Wenigstens gab es nach dem ganzen Zirkus zur Belohnungs ein feines Leckerli. So ein Berner hat es schon ganz schön schwer!

Max, der Berner Sennenhund mit einem Kauknochen zwischen den Zähnen.
Das Ding gebe ich freiwillig nicht mehr her.

Fotos

Austoben gestört aber geil

Zum Glück verabschiedete sich der Regen zum Nachmittag vorübergehend, somit konnte ich der Einladung zum Treffen bei meinem älteren Kumpel Balu folgen – kopflos herumtoben mit ihm und Fridolin.

Wenn wir drei aufeinandertreffen, gibt es kein Halten mehr. Wir raufen, balgen, toben, rennen und verknoten uns hoffnungslos ineinander – und jeder lernt wieder neuen Blödsinn vom anderen. Erziehung, Anstand und Benehmen ade, man könnte meinen, wir drei hätten dringende therapeutische Behandlung nötig. Wobei die Fortsetzung meiner Erziehung bei Torsten, meinem Lehrer, schon viel helfen würde. Das dauert aber nicht mehr lange …

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